Diese Suppe ess‘ ich nicht ...

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„Der Kaspar, der war kerngesund, ein dicker Bub und kugelrund. Er hatte Backen rot und frisch, die Suppe aß er hübsch bei Tisch. Doch einmal fing er an zu schrei’n: „Ich esse keine Suppe! Nein! Ich esse meine Suppe nicht! Nein, meine Suppe ess’ ich nicht!“

Die Geschichte des Suppenkaspers aus dem Struwwelpeter kennt heute zwar nicht mehr jedes Kind, die Diskussion um Essen und den bewussten Umgang mit Lebensmitteln ist jedoch ungebrochen. Wir haben KommR Alfred Lehner, Geschäftsführer der Vereinigten Fettwaren Industrie (VFI) über Nachhaltigkeit und Entwicklungen am Lebensmittelmarkt befragt:

afp werbeagentur: In Zeiten der Globalisierung wird der Lebensmittelmarkt immer undurchsichtiger. In den Medien jagt ein Ernährungstrend den nächsten und die Skandalmeldungen über minderwertige Produkte überschlagen sich regelmäßig. Auf was kann sich der Konsument heutzutage noch verlassen, wenn die Lebensmittelwerbung mit immer neuen Angeboten lockt?

KommR Alfred Lehner: Grundsätzlich waren Lebensmittel noch nie so sicher wie heute. Dies wird einerseits durch den modernen Stand der Technik, andererseits aber auch durch umfassende Qualitätssicherung gewährleistet. Vergleicht man das heutige Level an Sicherheit mit jenem vor 20 Jahren, bin ich überzeugt, dass heutzutage der zehnfache Aufwand bei Qualitätssicherung und Kontrolle betrieben wird. Hinzu kommt, dass der Kontrollmechanismus eine Vielzahl an Interessengruppen miteinbezieht – vom Lebensmittelproduzenten, über den Handel, unterschiedlichste Institutionen und die Presse bis hin zum Kunden selbst. Ich behaupte sogar, dass der unglaubliche Aufwand an Qualitätssicherung bereits Dimensionen angenommen hat, die kleinere und mittelständische Unternehmen gefährden. Wenn sich die ausufernden Kosten der Qualitätssicherung nur noch internationale Konzerne leisten können, kommt beispielsweise der kleine Fleischhauer ums Eck in eine äußerst schwierige Situation.

Wir leben in einer Überflussgesellschaft und kaufen oft viel mehr Essen als wir tatsächlich brauchen. In Österreich landen jährlich rund 157.000 Tonnen Lebensmittel im Wert von 1,1 Milliarden Euro auf dem Müll. Haben wir verlernt, vernünftig zu haushalten oder schätzen wir unsere Nahrungsmittel einfach nicht mehr? Mit welchen Maßnahmen könnte man dieser Entwicklung sinnvoll gegensteuern?

Hier sehe ich das Hauptproblem in der Aktions- und Preispolitik in Österreich, die Konsumenten dazu treibt, Produkte zu kaufen, die sie für den normalen Bedarf gar nicht benötigen. Aktionen mit 25 Prozent auf große Produktgruppen, “1+1 gratis” sowie Rabatte ab einer gewissen Einkaufssumme verleiten die Menschen dazu, sich sinnlos zu bevorraten und haben letztlich Verderb und Wegwerfen zur Folge. Darüber hinaus ist diese Handelspolitik diskriminierend, da nicht 100 Prozent der Haushalte die angebotenen Rabatte lukrieren können - entweder aus Geld- oder Platzmangel oder weil sie schlicht nicht teilnehmen wollen. Die Produkte werden allerdings für alle Konsumenten teurer, ohne dass diese das wahrnehmen, weil der immense Werbeaufwand zur öffentlichkeitswirksamen Verbreitung der Aktionen natürlich bezahlt werden muss. Attraktive Preise können aber auch einen positiven Beitrag zur Vermeidung von Verderb leisten. Dazu bräuchte es Regulative für den Abverkauf von Lebensmitteln. Abverkaufspreise sollten viel konsequenter einen Bezug zur Ablaufgefahr haben: Kurzfristiger „Aktionswahnsinn“ nur bei ablaufgefährdeter Ware und nicht bei lange haltbaren Produkten. Damit müsste vor allem schon der Handel weniger wegwerfen und Haushalte hätten einen Anreiz ablaufgefährdete Ware prompt zu verbrauchen.

Mit vielen Rezepten, Genuss-Tipps und Informationen für Familien setzt das Portal www.bonafamilie.at schon länger einen Schwerpunkt, um das gemeinsame Kochen und das Essen in der Familie wieder in den Fokus zu rücken. In der letzten Kampagne „Achten Sie auf die Marke!“ wurde das BONA Pflanzenöl als Ernährungs-Champion bezeichnet. Was zeichnet die Marke BONA und das Magazin BONAfamilie aus?

Wir haben uns entschieden, bei BONA den Familiengedanken, Traditionsbewusstsein und das gemeinsame Kochen im Kreis der Lieben zu fördern und in diesem Zusammenhang interessante Themen, Tipps und Wissenswertes zur Verfügung zu stellen. Auf diesem Weg unterstreichen wir unsere Positionierung als gutes, traditionelles, österreichisches Kochprodukt. afp unterstützt uns hier mit viel Engagement und Fantasie! BONA ist zwar eine konservative Marke, schreckt aber nicht davor zurück, moderne Kanäle zu nutzen – ganz im Gegenteil! Damit erreichen wir unsere Kunden, bieten ihnen einen klaren Mehrwert und im Idealfall greifen sie dann zur bewährten Marke BONA.